Welche Lebensmittel enthalten Vitamin D? Die kurze Antwort lautet: nur wenige in nennenswerten Mengen. Die genauere Antwort braucht eine saubere Tabelle, sichtbare Spannweiten und eine klare Grenze. Ein Lebensmittelwert sagt etwas über den Gehalt pro 100 Gramm aus. Er sagt nichts über den persönlichen Vitamin-D-Status und legt keine passende Portion fest.
Diese Seite ordnet die Lebensmittelwerte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ein. Der Vergleich nutzt immer dieselbe Masse von 25, 50 oder 100 Gramm. Dadurch bleiben Unterschiede nachvollziehbar, ohne aus einer Rechenaufgabe eine Ernährungs- oder Einnahmeempfehlung zu machen.
Vitamin D in Lebensmitteln: die DGE-Tabelle
Die DGE nennt nur wenige übliche Lebensmittel mit nennenswertem Vitamin-D-Gehalt. Besonders auffällig sind fettreiche Fische. Eigelb, einige Speisepilze, Leber, Käse, Butter und Vollmilch liegen darunter. Für Margarine weist die Quelle ausdrücklich auf Anreicherung und Ausnahmegenehmigungen hin.
Alle Werte in der folgenden Matrix beziehen sich auf 100 Gramm. Sie stammen aus der DGE-FAQ, Tabelle 1, nach Souci/Fachmann/Kraut 2008. Die Tabelle ist damit eine veröffentlichte Referenz, aber keine aktuelle Laboranalyse eines einzelnen Produkts.
| Lebensmittel | Vitamin D je 100 g | Quellenstatus |
|---|---|---|
| Hering | 7,8 bis 25,0 µg | DGE-Spannweite, nicht mitteln |
| Lachs | 16,0 µg | DGE-Tabellenwert |
| Hühnereigelb | 5,6 µg | DGE-Tabellenwert |
| Makrele | 4,0 µg | DGE-Tabellenwert |
| Hühnerei, gesamt | 2,9 µg | DGE-Tabellenwert |
| Margarine | 2,5 bis 7,5 µg | angereichert, produktabhängig |
| Pfifferlinge | 2,1 µg | DGE-Tabellenwert |
| Champignons | 1,9 µg | DGE-Tabellenwert |
| Rinderleber | 1,7 µg | DGE-Tabellenwert |
| Gouda, 45 % Fett i. Tr. | 1,3 µg | DGE-Tabellenwert |
| Butter | 1,2 µg | DGE-Tabellenwert |
| Kalbsleber | 0,33 µg | DGE-Tabellenwert |
| Vollmilch, 3,5 % Fett | 0,09 µg | DGE-Tabellenwert |
Warum fetter Fisch in der Liste heraussticht
Hering und Lachs liegen in der DGE-Tabelle deutlich über den meisten anderen aufgeführten Lebensmitteln. Auch Makrele gehört zur Gruppe der fetten Fische, ihr veröffentlichter Tabellenwert ist jedoch niedriger als der von Lachs und als ein Teil der Hering-Spannweite.
Der Unterschied wird beim gleichen Gewicht sichtbar. 100 Gramm Lachs entsprechen nach der Tabelle 16 Mikrogramm Vitamin D. 100 Gramm Makrele entsprechen 4 Mikrogramm. Der reine Zahlenvergleich ergibt den Faktor vier. Das ist eine Aussage über zwei Tabellenwerte bei gleicher Masse. Daraus folgt weder, dass Lachs für jede Person die bessere Wahl ist, noch dass 100 Gramm eine empfohlene Portion darstellen.
Beim Hering ist ein einzelner Faktor häufig nicht zulässig. Die Quelle nennt 7,8 bis 25 Mikrogramm je 100 Gramm. Je nachdem, welcher Wert innerhalb dieser Spanne tatsächlich auf ein Lebensmittel zutrifft, kann Hering rechnerisch unter oder über dem Lachs-Wert liegen. Der Komparator erhält diese Unsicherheit statt einen erfundenen Mittelwert zu verwenden.
Eier, Pilze, Leber und Milchprodukte im Vergleich
Hühnereigelb enthält laut DGE 5,6 Mikrogramm je 100 Gramm. Das ganze Hühnerei liegt mit 2,9 Mikrogramm darunter. Die Bezugsgröße ist jeweils das Gewicht des genannten Lebensmittels. Ein Wert je 100 Gramm Eigelb lässt sich deshalb nicht ohne weitere Daten auf ein einzelnes Ei übertragen.
Bei den Pilzen nennt die Tabelle Pfifferlinge mit 2,1 und Champignons mit 1,9 Mikrogramm je 100 Gramm. Das österreichische Gesundheitsportal beschreibt Speisepilze ebenfalls als mögliche Quelle, weist aber darauf hin, dass Kulturpilze nicht immer gleich einzuordnen sind. Die konkrete Herkunft, Sorte und Behandlung eines Produkts bleiben durch eine allgemeine Tabelle unbekannt.
Rinderleber, Gouda, Butter, Kalbsleber und Vollmilch stehen ebenfalls in der DGE-Tabelle. Ihre Werte reichen von 1,7 Mikrogramm bei Rinderleber bis 0,09 Mikrogramm bei Vollmilch je 100 Gramm. Solche kleinen Zahlen dürfen nicht aufgerundet werden, nur damit der Vergleich anschaulicher wirkt.
Angereicherte Margarine ist eine eigene Kategorie
Für Margarine nennt die DGE 2,5 bis 7,5 Mikrogramm Vitamin D je 100 Gramm. Die Fußnote erklärt, dass Ausnahmegenehmigungen für Werte bis 7,5 Mikrogramm erteilt wurden. Das macht die Spannweite zu einer Produkt- und Anreicherungsfrage.
Ein Kategoriename auf einer Website ersetzt daher nicht das Etikett eines konkreten Produkts. Der Komparator zeigt die veröffentlichte DGE-Spanne und kennzeichnet die Quelle als angereichert und produktabhängig. Er behauptet nicht, dass jede Margarine denselben Gehalt hat.
So funktioniert der Gleichmassen-Komparator
Das Werkzeug oberhalb des Artikels verarbeitet genau drei Angaben: Lebensmittel A, Lebensmittel B und eine feste Vergleichsmasse. Erlaubt sind 25, 50 oder 100 Gramm. Beide Lebensmittel werden immer mit derselben Masse berechnet.
Für einen Einzelwert lautet die Rechnung:
Vitamin D in µg = Tabellenwert je 100 g × Vergleichsmasse ÷ 100
Für eine Spannweite werden Unter- und Obergrenze getrennt mit derselben Formel berechnet. Aus 7,8 bis 25 Mikrogramm je 100 Gramm Hering werden bei 50 Gramm daher 3,9 bis 12,5 Mikrogramm. Der Bereich bleibt als Bereich sichtbar.
Ein Vergleichsfaktor erscheint nur, wenn beide Seiten positive Einzelwerte besitzen. Enthält mindestens eine Seite eine Spannweite, gibt das Werkzeug keinen scheinbar exakten Faktor aus. Das schützt vor einer mathematisch sauberen, aber sachlich irreführenden Zahl.
Drei nachrechenbare Beispiele
Lachs und Makrele bei 25 Gramm
25 Gramm Lachs ergeben rechnerisch 4 Mikrogramm Vitamin D. 25 Gramm Makrele ergeben 1 Mikrogramm. Weil beide Quellen Einzelwerte sind, ist der Tabellenwert des Lachses bei gleicher Masse viermal so hoch. Das Ergebnis beschreibt keine Portion und keinen Tagesbedarf.
Hering und Lachs bei 50 Gramm
50 Gramm Hering ergeben auf Basis der DGE-Spannweite 3,9 bis 12,5 Mikrogramm. 50 Gramm Lachs ergeben 8 Mikrogramm. Ein einzelner Faktor wäre hier irreführend, weil der Hering-Wert unter oder über dem Lachs-Wert liegen kann.
Champignons und Vollmilch bei 100 Gramm
100 Gramm Champignons entsprechen in der Tabelle 1,9 Mikrogramm, 100 Gramm Vollmilch 0,09 Mikrogramm. Der rechnerische Faktor liegt bei rund 21,1. Das klingt groß, sagt aber nichts darüber aus, welche Menge gegessen oder getrunken werden sollte.
Informationsgewinn: Wertebereich statt Rangliste
Eine Rangliste verschleiert, dass Lebensmittelwerte verschiedene Datenzustände haben. Ein Einzelwert ist ein veröffentlichter Tabellenpunkt. Eine Spannweite ist ein veröffentlichter Bereich. Ein angereicherter Wert hängt zusätzlich vom Produkt ab. Der Gleichmassenvergleich hält diese Zustände getrennt.
Das ist praktisch relevant: Hering kann nicht ehrlich mit einem selbst gewählten Mittelwert einsortiert werden. Margarine darf nicht wie ein natürlich gleichbleibendes Lebensmittel behandelt werden. Und ein hoher Faktor zwischen zwei kleinen Werten kann optisch wichtig wirken, obwohl beide Zahlen für sich niedrig sind. Deshalb zeigt der Komparator neben dem Ergebnis immer Quellenfamilie, Quellenstatus und Nicht-Folgerung. Die Rechenpräzision wird nicht mit biologischer oder persönlicher Aussagekraft verwechselt.
Was Lebensmittelwerte nicht über die Versorgung aussagen
Die DGE schreibt, dass die übliche Ernährung bei Jugendlichen und Erwachsenen in Deutschland ungefähr 2 bis 4 Mikrogramm Vitamin D pro Tag beiträgt. Diese Bevölkerungsangabe ist keine Messung der Ernährung einer einzelnen Person.
Die Hauptversorgung erfolgt nach DGE über die körpereigene Bildung in der Haut. Lebensmittelzufuhr und körpereigene Bildung sind verschiedene Wege. Die Erfassung von Lebensmitteln eignet sich ausdrücklich nicht, um den tatsächlichen individuellen Versorgungszustand zu beurteilen.
Das Robert Koch-Institut verwendet für den Vitamin-D-Status den Blutmarker 25-Hydroxyvitamin-D. Sein Faktenblatt zeigt zudem saisonale Unterschiede in den untersuchten Bevölkerungsdaten. Eine Lebensmitteltabelle ersetzt weder diesen Marker noch eine medizinische Einordnung. Auf dieser Seite werden daher keine Symptome, Laborwerte oder Diagnosen abgefragt.
Die 20 Mikrogramm sind kein Lebensmittelziel
Die DGE nennt 20 Mikrogramm pro Tag als Schätzwert für eine angemessene Zufuhr unter einer entscheidenden Bedingung: fehlende körpereigene Bildung. Ohne diese Bedingung wird aus einem Referenzwert schnell ein falsches persönliches Tagesziel.
Der Lebensmittel-Komparator rechnet deshalb keinen Abstand zu 20 Mikrogramm aus. Er zeigt auch nicht, wie viele Gramm eines Lebensmittels nötig wären, um diese Zahl zu erreichen. Eine solche Umkehrrechnung würde leicht wie eine Portionsempfehlung wirken und die körpereigene Bildung ausblenden.
Wer die dokumentierte gesamte orale Tageszufuhr mit dem bedingten DGE-Schätzwert vergleichen möchte, findet diese getrennte Aufgabe im Rechner auf der Startseite. Die vorliegende Route bleibt beim gleich schweren Lebensmittelvergleich.
Warum Verarbeitung und konkrete Produkte offen bleiben
Die DGE-Werte sind Referenzwerte pro 100 Gramm. Sie beweisen nicht den aktuellen Laborwert eines gekauften Lebensmittels. Sorte, Herkunft, Fütterung, Saison, Verarbeitung, Lagerung und bei angereicherten Lebensmitteln die Rezeptur können eine Rolle spielen. Diese Seite besitzt dazu keine produktspezifischen Daten.
Auch Zubereitungsverluste oder die individuelle Aufnahme werden nicht berechnet. Der Komparator führt eine transparente Multiplikation aus. Er simuliert weder Verdauung noch Verfügbarkeit im Körper.
Häufige Fragen zu Vitamin D in Lebensmitteln
Welches Lebensmittel enthält laut DGE am meisten Vitamin D?
In der hier verwendeten DGE-Tabelle reicht die Hering-Spannweite bis 25 Mikrogramm je 100 Gramm. Lachs wird mit 16 Mikrogramm genannt. Wegen der Hering-Spannweite ist eine starre Rangfolge nicht für jeden tatsächlichen Hering-Wert gültig.
Enthalten pflanzliche Lebensmittel Vitamin D?
Das österreichische Gesundheitsportal schreibt, dass Vitamin D in pflanzlichen Lebensmitteln meist nur in sehr kleinen Mengen vorkommt. In der DGE-Tabelle stehen Pfifferlinge und Champignons. Daraus folgt keine Aussage über alle Pilzarten oder jedes konkrete Produkt.
Kann ich mit der Tabelle einen Vitamin-D-Mangel erkennen?
Nein. Lebensmittelwerte messen keinen Vitamin-D-Status. Die DGE und das RKI ordnen den Status über 25-Hydroxyvitamin-D im Blut ein. Ob eine Untersuchung sinnvoll ist, ist eine medizinische Frage und kein Ergebnis dieses Vergleichs.
Berechnet der Komparator eine passende Portion?
Nein. 25, 50 und 100 Gramm sind feste Vergleichsmassen. Sie machen Tabellenwerte vergleichbar. Sie sind keine Empfehlung für Portionsgröße, Häufigkeit oder Ernährungsplanung.
Werden Sonne oder Präparate berücksichtigt?
Nein. Der Komparator hat keine Eingaben für Sonne, Haut, Körper, Symptome, Laborwerte oder Supplemente. Er vergleicht ausschließlich zwei DGE-Lebensmittelwerte bei gleicher Masse.
Vitamin-D-reiche Lebensmittel und „Vitamin-D-Bomben“ richtig lesen
Suchbegriffe wie Vitamin D reiche Lebensmittel, Vitamin D haltige Lebensmittel oder Vitamin D Bomben klingen nach einer festen Rangliste. Die DGE-Daten tragen diese Vereinfachung nicht vollständig. Hering hat einen Wertebereich, Margarine ist angereichert und produktabhängig, andere Vitamin-D-Quellen besitzen einzelne Tabellenwerte. „Reich an Vitamin D“ ist hier deshalb keine zusätzliche Gesundheitsbewertung, sondern höchstens eine umgangssprachliche Beschreibung im Vergleich der veröffentlichten Zahlen.
Die Frage, welche Lebensmittel Vitamin D enthalten, bleibt von der individuellen Vitamin-D-Versorgung getrennt. Ein Vitamin-D-Spiegel, ein Vitamin-D-Mangel oder eine ausreichende Versorgung lassen sich nicht aus der Nahrungstabelle ablesen. Gleiches gilt für eine persönliche Vitamin-D-Zufuhr pro Tag und den Vitamin-D-Bedarf. Der Körper bezieht Vitamin D nicht nur aus der Ernährung, sondern bildet es auch unter Einfluss von Sonnenlicht in der Haut. Diese Eigensynthese wird hier weder geschätzt noch mit Nahrung verrechnet.
Vitamin D2, Vitamin D3 und weitere Quellenbegriffe
Das österreichische Gesundheitsportal bezeichnet Vitamin D aus tierischen Lebensmitteln als Cholecalciferol und aus pflanzlichen Quellen als Ergocalciferol. Häufig werden dafür auch die Begriffe Vitamin D3 und Vitamin D2 verwendet. Der DGE-Gleichmassenvergleich unterscheidet diese Formen nicht weiter, weil die eingefrorene Tabelle Gesamtwerte je Lebensmittel nennt.
Begriffe wie Lebertran, Fischöl, Vitamin-D-Präparate oder Dosis gehören ebenfalls nicht in die Berechnung. Auch Omega-3-Fettsäuren, Calcium beziehungsweise Kalzium, Knochen, Muskelfunktion und allgemeine Gesundheit sind eigene Themen. Ein Fisch kann mehrere Nährstoffe liefern, doch der Komparator bewertet ausschließlich den veröffentlichten Vitamin-D-Gehalt. Er macht aus einem Lebensmittel kein Produktversprechen und aus einer biologischen Funktion keine Einnahmeempfehlung.
Quellen und Stand
Die Lebensmittelmatrix wurde am 28. September 2026 frisch gegen die DGE-FAQ gelesen. Die Seite der DGE trägt den Änderungsstand 30. September 2025. Die Referenzwertseite nennt die Ableitung von 2012. Das österreichische Gesundheitsportal wurde zuletzt am 31. Oktober 2024 aktualisiert. Das RKI-Faktenblatt erschien 2016 und beschreibt den Status über 25-Hydroxyvitamin-D sowie saisonale Unterschiede.
- DGE: Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D
- DGE: Referenzwert Vitamin D
- Österreichisches Gesundheitsportal: Vitamin D
- RKI: Vitamin-D-Status in Deutschland, 2016
Fazit
Vitamin-D-Lebensmittel lassen sich sinnvoll vergleichen, wenn Quelle, Bezugsmasse und Datenstatus sichtbar bleiben. Fetter Fisch fällt in der DGE-Tabelle auf. Eier, Pilze, Leber, Käse, Butter und Milch liegen darunter. Hering und angereicherte Margarine bleiben Spannweiten.
Der Gleichmassen-Komparator macht diese Unterschiede nachrechenbar. Er berechnet Mikrogramm für zwei Lebensmittel und bewahrt Bereiche. Die Grenze lautet ausdrücklich: kein persönlicher Bedarf, keine Diagnose, keine Portionsempfehlung und keine Supplementdosis. Auch Status und Mangel bestimmt das Werkzeug nicht.